
Was ist Green Software?
Green Software bezeichnet die Entwicklung und Nutzung von Software mit dem Ziel, deren Energieverbrauch und ökologische Auswirkungen zu minimieren. Dabei spielen effiziente Programmierung, ressourcenschonende Infrastruktur und ein bewusster Umgang mit digitalen Ressourcen eine zentrale Rolle. Nachhaltige Softwarelösungen reduzieren nicht nur den Stromverbrauch, sondern verlängern auch die Lebensdauer von Hardware und ermöglichen langfristig wartbare Systeme.
Was macht Software wirklich grün?
Nachhaltigkeit beginnt nicht erst beim Strom – sondern bei Architektur, Code, Infrastruktur und Kultur.
Energieeffiziente Programmierung
Wir achten bei der Entwicklung auf saubere, performante Codebasen, die unnötige Rechenzyklen vermeiden und den Ressourcenverbrauch so gering wie möglich halten.
Nachhaltige Infrastruktur
Wir setzen auf Rechenzentren mit Ökostrom, effiziente Kühlung und intelligente Cloud-Nutzung, um CO₂-Emissionen systematisch zu reduzieren.
Modulare & wartbare Systeme
Unsere Architekturen sind langlebig, updatefähig und vermeiden technische Schulden – für Software, die auch in 5 Jahren noch stabil läuft.
Bewusstsein & Verantwortung
Wir fördern Wissen über Green IT intern wie extern. Entwickler:innen beeinflussen maßgeblich, wie viel Energie digitale Anwendungen verbrauchen.
Strategischer Mehrwert
Nachhaltige Software ist nicht nur gut fürs Klima – sie spart Kosten, erhöht die Effizienz und stärkt die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen.
Green Software ist kein Nice-to-Have mehr, sondern ein zentraler Bestandteil verantwortungsvoller IT-Strategien. Wir zeigen, wie sich digitale Lösungen und Umweltschutz nicht nur vereinbaren, sondern gegenseitig verstärken lassen.
Green IT in Zahlen
Steigender Energieverbrauch
Der Energieverbrauch von Rechenzentren steigt weltweit kontinuierlich. Bereits 2018 lag der Stromverbrauch global bei rund 205 TWh. In Deutschland verursachten Rechenzentren im Jahr 2020 rund 16 Milliarden Kilowattstunden – das entspricht ca. 3 % des gesamten Stromverbrauchs.
Quellen: Wikipedia, Reuters (Artikel)
CO₂-Verursacher Endgeräte
Weniger bekannt ist, dass Endgeräte wie Smartphones, Laptops oder Drucker in Summe deutlich mehr CO₂ verursachen als Rechenzentren – oft das 1,5- bis 2-fache. Das liegt an kürzeren Lebenszyklen, höherer Stückzahl und intensiver Nutzung.
Quelle: McKinsey & Company
Digitale Dienste
Auch digitale Dienste verursachen Emissionen: Eine einstündige Videokonferenz verursacht laut Umweltbundesamt rund 2,27 Gramm CO₂ pro teilnehmender Person. Multipliziert mit täglichen Meetings summiert sich das schnell.
Quelle: Umweltbundesamt
Intelligentes Energiemanagement
Moderne Analyseverfahren wie Big Data & Advanced Analytics können zusätzlich Energie sparen: Sie erhöhen das Produktionsvolumen um bis zu 25 % und senken Stillstandszeiten um bis zu 45 % – das reduziert Stand-by-Verluste und verbessert die Energieeffizienz.
Quelle: Österreichische Energieagentur
Auch Software selbst kann heute hinsichtlich ihres Stromverbrauchs bewertet werden. Tools wie CodeCarbon machen sichtbar, wie viel Energie z. B. ein Python-Programm oder ein ganzes System tatsächlich verbraucht.